Mitten im Rekordsommer 2018, am heißesten Tag bis dato, durfte ich mich in die kühlen Räume der Alztaler Hofmolkerei begeben und Franz Obereisenbuchner bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Beim anschließenden Gespräch auf einer schattigen Bank hinter der Molkerei erzählte er mir, wie er vom Öko-Landwirt zum Molkerei-Betreiber und Direktvermarkter wurde. Seine Augen blitzen, wenn er von den vielen Ideen spricht, die er mit seiner eigenen kleinen Produktion zukünftig noch alle verwirklichen möchte. Und sein Tatendrang ist förmlich ansteckend. So verwundert es wenig, dass seine Hofmolkerei in den wenigen Jahren seit ihrem Bestehen bereits auf eine beträchtliche Zahl treuer Kunden verweisen kann und auch das Fernsehen und die regionale Presse Gefallen an dem charismatischen Gründer finden. Während meines Aufenthalts führte seine Frau zusammen mit dem jüngsten Sohn eine Schar Kinder über den Hof und machte sie mit den Geheimnissen „guter Milch“ vertraut. Ihre Begeisterung für das Thema war nicht weniger ansteckend als bei Franz. Schnell war mir klar, dass bei Familie Obereisenbuchner die Einheit aus Familie, Berufung und Bio-Landwirtschaft zu funktionieren scheint und dass es auch heutzutage immer wieder Pioniere gibt, die mit viel Enthusiasmus neue Wege gehen.

So habe ich an diesem Tag viel gelernt darüber, was Selbstverwirklichung bedeuten kann und wie mit viel Energie, Tatkraft (und Mut!) neue Impulse für ein lebenswertes Bio von morgen entstehen können.

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