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Das Unternehmen „Barnhouse“ (eine Wortkreation aus den englischen Begriffen „Scheune“ und „Haus“). Die Besonderheit des Unternehmens und seiner Produkte liegt in der Entscheidung, sich ausschließlich auf Knuspermüslis (Krunchy) zu fokussieren und hier stets die bestmögliche (Bio-)Qualität anbieten zu wollen.

Viel hat sich getan seit den Anfängen von Barnhouse. Einst gestartet in der Wohnung der beiden Gründer Sina Nagl und Neil Reen in München-Schwabing, verfügt Barnhouse seit 1998 über einen hoch technisierten Produktionsstandort in Mühldorf am Inn. Dieser wird laufend erweitert und an die wachsenden Ansprüche angepasst. Seit Ende 2019 halten neue Eigentümer und ein neuer Geschäftsführer das Ruder in der Hand. Sie leben die Philosophie eines leckeren Bio-Knuspermüslis, hergestellt mit einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz, ebenso wie es bis dato die beiden Gründer taten.

Einer, der diesen Weg seit mittlerweile acht Jahren begleitet und seinen Teil zum Erfolg beiträgt, ist Andreas Bentlage. Der sympathische Familienmensch mit dunklem Bart und schallendem Lachen ist aus demselben Holz geschnitzt wie alle unsere Mutmacher*innen.

Er entschied sich damals sehr bewusst für einen Wechsel in die Biobranche und in den Mühldorfer Müsli-Himmel, wollte mit seiner Arbeit eine „sinnstiftende“ Tätigkeit ausfüllen und leitet heute die Bereiche Marketing und Produktmanagement der Krunchy-Macher.

Nach einem Rundgang durch die Produktion führten wir in den Räumen des Werksverkaufs von Barnhouse ein inspirierendes Gespräch über die Herkunft „guter“ Rohstoffe, die Wünsche der Konsument*innen und Andreas persönliche Perspektive auf die Chancen des Onlinehandels sowie die Herausforderungen für den angestammten Fachhandel innerhalb der deutschen Biolebensmittellandschaft.

Die positive Sichtweise, die Andreas während unserer Unterhaltung an den Tag legte, hängt nicht zuletzt mit der strategischen Markenführung und dem durchdachten Produktangebot bei Barnhouse zusammen. Die Branche als Ganzes wächst seit Jahren kontinuierlich, die Nachfrage nach ökologischen und regionalen Lebensmitteln ist durch Corona – zumindest kurzfristig – enorm nach oben geschnellt. Wie bewertet Barnhouse diese Entwicklung? Andreas erkennt darin das Potenzial, eine „neue Stufe zu erklimmen“, wie er sagt, und schließt hier auf die gesamte Bio-Lebensmittelbranche.

Barnhouse selbst hat die nächste Stufe längst in Angriff genommen. Man will neben den hohen eigenen Standards bei der ökologischen Qualität der Rohstoffe, den schmackhaften Rezepturen und den regionalen Lieferverträgen für die beiden Hauptzutaten Hafer und Dinkel künftig auch die sozialen Komponenten innerhalb der gesamten Lieferkette auf ein neues Level heben. Vom Kakaobauer in Südamerika bis zu den Mitarbeiter*innen und Partner*innen vor Ort, soll allen Beteiligten eine faire und im besten Sinne des Wortes „nachhaltige“ Wertschöpfung zuteilwerden.

Für dieses Vorhaben brennt Andreas, das merkt man ihm in jedem Moment unseres Gesprächs an. Nicht weniger enthusiastisch, aber durchaus selbstkritischer ist er im Bezug auf das Thema „Verpackung“. Zu komplex erscheint hier die Balance zwischen einer rationalen und faktenbasierten Einordnung der gängigen Verpackungen (im Fall von Barnhouse sind das bedruckte Folienschlauchbeutel) und dem, was gemeinhin als „grüne Alternativen“ von vielen Konsument*innen gefordert wird. Erneut wird klar, dass dies eine Herausforderung ist, die alle Unternehmen gleichermaßen betrifft und die über die Systemgrenzen des Bio-Sektors hinaus intelligente Lösungen verlangt.

Und so gibt es viele Themen, die Barnhouse auch in der Zukunft für sich identifizieren, für sich lösen und in eigenständige Qualitätsmerkmale für seine Produkte übersetzen wird.

Mit engagierten Akteuren wie Andreas, die sich mit voller Leidenschaft diesen Herausforderungen verschreiben, steht dem wenig im Weg.

Ich bedanke mich bei Andreas für das Gespräch und den spannenden Einblick in die Bio-Krunchy-Produktion!

Die Verwendung der Bilder erfolgt mit freundlicher Zustimmung von Barnhouse Naturprodukte GmbH.

Eine Vertreter*in von Barnhouse wird am Biolebensmittelcamp2021 teilnehmen. Mehr Infos zum Camp gibt’s auf: www.biolebensmittelcamp.net